Veröffentlicht in Alternativen, Presseschau, klarer Kopf
Antibiotika aus der Natur
Antibiotika aus der Natur unterscheiden sich von synthetisch hergestellten zwar durch eine langsamere Wirkung, im Gegensatz zu ihren technisch produzierten Verwandten stärken sie jedoch das Immunsystem, einige sind auch gegen Viren aktiv und sie sind (fast) nebenwirkungsfrei. Das allein sollte für jeden Menschen, der sich für eine naturnahe Gesunderhaltung interessiert, Grund sein, sich wenigstens Basiswissen zu diesem Thema anzueignen. Sicher – Honig, Knoblauch, Zitrone – die kennt fast jeder. Bei einheimischen Heilkräutern könnte es bei manchem schon kritisch werden oder kennen Sie alle Verwendungen für Augentrost, Brennnessel oder Gundermann? Und was wissen Sie über die antibiotischen Wirkungen von Pappel, Kiefer oder Mais? Es kann gut sein, dass es Ihnen wie mir geht: ich wusste darüber nichts und war überrascht. Einige Exoten wie Tolubalsam oder Ratanhia habe ich zum ersten Mal gehört und Chinarindenbaum kannte ich nur dem Namen nach.
Nach dieser Einleitung sollte klar sein: die Autoren Marion und Michael Grandt haben fleißig gearbeitet und nach einer ausführlichen und übersichtlichen Einleitung zum Thema Antibiotika alle möglichen Natursubstanzen und Pflanzen mit antibiotischen Wirkungen von A wie Agave bis Z wie Zwiebel recherchiert. Historie, Inhalts- und Wirkstoffe, Eigenschaften und Anwendung sind jeweils aufgeführt. Ein Register der Krankheiten mit Verweisen auf die jeweils nützlichen Pflanzen rundet das Buch ab. Mir am besten gefallen haben aber die Zubereitungen bzw. Rezepte. Das ist das Wissen, das Selbstversorger brauchen.
Was Selbstversorger allerdings auch benötigen, sind Informationen zum Vorkommen, also wo ich die Pflanze finde, und zum Aussehen der Substanz oder Pflanze, also schlicht Fotos oder Graphiken, sowie die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zu ähnlichen Pflanzen. Natürlich kann man es wie ich machen und im Herbst Kanadische Goldrute sammeln. Im Unterschied zur echten Goldrute sieht sie auch etwas dekorativer aus, allerdings hat sie auch keine der gewünschten Inhaltsstoffe.
Was ich damit verdeutlichen möchte ist, dass dieses Buch nur nutzbar ist, wenn ich ein Bestimmungsbuch daneben lege. Wahrscheinlich hätten ein paar Fotos auch schon die wichtigsten Informationen geliefert. Aber diese Chance wurde für die erste Auflage vertan. Das empfinde ich als ein echtes Manko und es ist mir einfach unverständlich, denn es mindert den Gebrauchswert des Buches zumindest für mich wesentlich. Schade.
Grandt, Marion und Michael: Antibiotika aus der Natur: Sanfte Heilung durch natürliche Medizin
Rottenburg (Kopp) 2009
ISBN 978-3-938516-92-8
Tipp zum Abnehmen
An manchen Tagen rückt der Wahnsinn dieser Welt ganz dicht an mich heran. Mir ging es dieser Tage so, als ich eine Email bekam, die von einem Entwicklungshilfeprojekt, einer Kaffeeplantage in Uganda berichtet. Nach dem Bericht über Kaffee-Ernte, voraussichtlicher Vanille-Ernte und Krankenhaus-Aufbau, kam der letzte Abschnitt, den ich hier einfüge.
„Durch die in diesem Jahr lang anhaltende Trockenzeit konnte kaum Mais (Grundnahrungsmittel in dieser Gegend Ugandas) und Bohnen geerntet werden. Wir selbst hatten 3 ha Bohnen angebaut; auf 1,5 ha haben wir nichts geerntet auf den restlichen 1,5 ha gerade mal 300 kg – normal wären zwischen 1.800 und 3000 kg. Unsere Nachbarn haben statt 1000 bis 3000 kg Mais gerade mal 150 bis 600 kg geerntet. Bei vielen sind die Vorräte aufgebraucht oder gehen bald zur Neige.
Eine Nachbarin hat doch am Montag 02.11.2009 glatt ihre kleine Tochter verhungern lassen – am Dienstagabend hatte ich dann erfahren, dass auch ihr Sohn vom Hungertod bedroht ist und Sofortmaßnahmen eingeleitet. Gestern haben wir ihn ins Krankenhaus gefahren – leider ist er trotz meiner Bemühungen vor drei Stunden verstorben.
Also die Situation ist sehr kritisch – Uganda kann sich ja normalerweise selbst ernähren, aber dass die lokalen Leute sich dermaßen schämen, ihre Not mitzuteilen, hat mich total schockiert. Ich dachte ich kenne die Leute jetzt ein wenig besser und hatte so etwas nicht erwartet.
Ich habe gestern ein Essens-Komitee gegründet, um möglichst schnell Nahrung zur Verfügung stellen zu können.
Ich schäme mich an dieser Stelle nicht für diese Menschen betteln zu gehen! Im Online-Shop habe ich entsprechende Hilfs-Pakete eingestellt und bitte euch alle – soweit es möglich ist gemeinsam mit mir Herr über die Lage zu werden“
Wer also vor Weihnachten etwas Sinnvolles tun möchte und/oder unter Übergewicht leidet, der kann hier spenden.
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Kongreß der unabhängigen Medien in Berlin
Am Wochenende fand in Berlin der erste Kongreß der unabhängigen Medien statt und – das vorab – es wird sicher nicht der letzte sein. So wie die Abonnentenzahlen der großen Mainstream-Tageszeitungen sinken und die Verweildauer auf den Webseiten der Mainstream-Medien abnimmt, so steigt sie bei den unabhängigen Medien – Blogs, Info-Webseiten und Nachrichtenportalen. Das hat seinen einfachen Grund darin, dass die Diskrepanz zwischen der erlebten Realität und der medial vermittelten Welt immer größer wird. Eine Medien-Parallelwelt hat sich etabliert, in der die Schweinegrippe eine Pandemiegefahr für die Menschheit darstellt, das Grundgesetz am Hindukusch verteidigt wird, die Wirtschaftsweisen Wachstum voraussagen und Politiker Handlungsfähigkeit und Führungstärke simulieren, ernsten Gesichtes Lernfähigkeit darstellen und Optimismus verbreiten.
Im völligen Gegensatz dazu ab es auf diesem Kongress mindestens einen Konsens: wir stehen kurz vor dem Abgrund und morgen sind wir noch einen Schritt weiter oder kurz: die Hütte brennt lichterloh. Manche glauben noch, die Heizung sei gerade angesprungen, aber das könnte ein fataler Irrtum sein.
Als Medium unabhängig zu sein heißt nicht nur, die Nachrichten des Mainstreams zu korrigieren, in die richtigen Zusammenhänge zu stellen und ggf. zu entlarven, es heißt vor allem auch, eigene Themen zu setzen und in die Öffentlichkeit zu bringen. Auf dem Kongress wurde auch aus diesem Grund die neue Nachrichten-Agentur NetNewsExpress vorgestellt und die neue Suchmaschine News-Grep für investigative Nachrichten.
Klar ist aber vor allem auch, dass Informationen zu Handlungen führen sollten. Wir stehen jetzt vor der Aufgabe, schnell, wirklich sehr schnell, Projekte auf die Beine zu stellen und Strukturen zu schaffen, und dabei nicht die alten Fehler zu wiederholen. Auf dem Kongress haben sich verschiedene Initiativen kontaktiert und in Kürze wird davon mehr zu berichten sein.
In diesem Zusammenhang wurde mir in vielen Gesprächen auch deutlich, dass viele der Anwesenden einen spirituellen Hintergrund haben ohne das es nach Außen hin zu bemerken war. Aber Freiheit ist eben auch (und vielleicht sogar vor allem) Freiheit von Ängsten. Medien leben geradezu von unseren Ängsten wie Regierungen mit diesen Ängsten spielen. Wer Angst hat, ist in einer Stresssituation und kann weder klar denken noch klar handeln. Er kann seine Verantwortung nicht übernehmen und wird es auch gar nicht wollen. Freiheit und Würde des einzelnen Menschen werden in einer angstgesättigten Gesellschaft untergraben.
Freeman, der Betreiber des bekannten Alles Schall und Rauch Blogs, konstatierte in seinem kurzen Beitrag denn auch für Deutschland eine Angst die Wahrheit zu sagen. Irgendwie war mir das als Deutscher peinlich, aber er hat wohl leider recht.
Michael Mross von MMNews als ehemaliger Mainstream-Journalist konnte das aus eigener Erfahrung bestätigen und nannte es „Erwartungshaltungsjournalismus“. Irritiere den Leser nie mit Informationen, die sein Weltbild destabilisieren könnten. Dafür braucht es keine Zensurbehörde, die Zensur findet bereits vorab in den Köpfen der Journalisten statt. Wem darüber hinaus schon einmal aufgefallen ist, wie sich die Meldungen in den verschiedenen Zeitungen gleichen, der sollte etwas von der Macht der Nachrichtenagenturen ahnen. Wenn bei Reuters nichts über die Bankinsolvenzen der letzten Woche vermeldet wird, dann ist auch nichts passiert – glaubt man deutschen Medien.
Die Aufklärung, wie Geld funktioniert, ist denn auch für viele Teilnehmer ein zentraler Punkt ihrer Arbeit. Fast alle kannten denn auch Prof. Bernd Senf, der es in einer guten Stunde schaffte, diese Thematik bildlich und klar zu durchleuchten. 85.000 Menschen haben seinen Vortrag im Netz bereits angeklickt und er selbst war wohl etwas erstaunt, wie viele Menschen er auf diese Art und Weise erreichen kann. So viele Vorträge kann er gar nicht halten….
Andy Müller-Maguhn wies in seinem Vortrag noch einmal darauf hin, dass das Internet für eine Zwei-Kanal-Kommunikation ausgelegt ist – also keine Berieselung aus dem TV sondern eine Kommunikation zwischen den Beteiligten. Da werden aus Konsumenten Akteure, aus Zuschauern Mithandelnde. Das hat etwas mit Verantwortung zu tun, mit Selbst-Gestalten(-Wollen). Aber die Planungen, die Daten im Internet zu „priorisieren“ sind schon weit fortgeschritten und auch von der Hardware-Seite her umsetzbar. Natürlich haben dann Rettungssysteme, Verteidigung, Regierung usw. Vorfahrt, dann kommen all jene, die ihre höhere Priorität bezahlen – und dann wir. Ach ja, woher der Server das wissen kann, wie wichtig sie sind, ist eine gute Frage. Soviel zum Thema Datenschutz….
Zum Glück halte ich mich nicht für wichtig genug, um paranoid zu sein. Dennoch: Unabhängigen Medien treten aus dem Schatten ins Licht – sie werden wahrgenommen und die Angriffe werden schärfer. Neuestes Beispiel von Springer-Chef Döpfner: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch. Plattformen für alternative Nachrichten zu schaffen und einen Verband zu gründen, auch um sich rechtlich abzusichern, sind wohl notwendige Schritte in den kommenden Monaten.
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Kommentar zur BTW
Volker Pispers hat schon vor einem Jahr die Bundestagswahl kommentiert und dabei allein Schwarz-Gelb unterschätzt.
Veröffentlicht in Dysfunktionalität, Eliten, Lachen, klarer Kopf
Der Bundesbeauftragte für Wahlzettel-Ungültig-Macher
Gregg Braden: Fractal Time. Das Geheimnis von 2012 und wie ein neues Zeitalter beginnt
Nebelbomben zum 11.September
Es ist schon eine Meisterleistung, wie unsere Eliten und die Medien es geschafft haben, unsere Wahrnehmung und unseren gesunden Menschenverstand hinsichtlich des 11.September 2001 zu vernebeln.
Ich habe damals aufgeatmet, dass die Rettungskräfte es geschafft haben die Hochhäuser so schnell und sauber zu sprengen, denn sonst hätte es wahrscheinlich noch mehr Tote gegeben – dachte ich.
Dann habe ich mich gewundert, dass die Luftverteidigung der Vereinigten Staaten offenbar im Tiefschlaf war und erwartet, dass die Verantwortlichen hart zur Rechenschaft gezogen werden. Pustekuchen! (Wenn das die Russen gewusst hätten!)
Auf dem Blog von Matthias Bröckers (bei 2001 und dann auch bei Telepolis) habe ich mich dann belesen, noch immer in der Hoffnung, dass all die Ungereimtheiten schnell aufgeklärt werden. Ich warte bis heute….
Bei Alles Schall und Rauch sind ein paar Hauptargumente gegen die offizielle Darstellung aufgelistet, die beliebig erweiterbar sind.
Mittlerweile kann man im Netz, im Gegensatz zu den „freien und unabhängigen“ Medien, Unmengen Material finden und alles weist zumindest auf eines: so wie es uns noch immer erzählt wird, war es sicher nicht.
Wahrscheinlicher ist die traurige Erkenntnis, dass der Terror selbstgemacht war und ist.
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Blogger Konferenz in Berlin
Der Kongress der unabhängigen Medien findet vom 14.11.09-15.11.09 in Berlin statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wer sich informieren möchte, findet auf diesen Seiten die Referenten und Teilnehmer. Ich werde berichten.
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Glutamat – um Gottes willen
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