Verfasst von: horicon | 21. Dezember 2009

Verfasst von: horicon | 23. November 2009

Antibiotika aus der Natur

Antibiotika aus der Natur unterscheiden sich von synthetisch hergestellten zwar durch eine langsamere Wirkung, im Gegensatz zu ihren technisch produzierten Verwandten stärken sie jedoch das Immunsystem, einige sind auch gegen Viren aktiv und sie sind (fast) nebenwirkungsfrei. Das allein sollte für jeden Menschen, der sich für eine naturnahe Gesunderhaltung interessiert, Grund sein, sich wenigstens Basiswissen zu diesem Thema anzueignen. Sicher – Honig, Knoblauch, Zitrone – die kennt fast jeder. Bei einheimischen Heilkräutern könnte es bei manchem schon kritisch werden oder kennen Sie alle Verwendungen für Augentrost, Brennnessel oder Gundermann? Und was wissen Sie über die antibiotischen Wirkungen von Pappel, Kiefer oder Mais? Es kann gut sein, dass es Ihnen wie mir geht: ich wusste darüber nichts und war überrascht. Einige Exoten wie Tolubalsam oder Ratanhia habe ich zum ersten Mal gehört und Chinarindenbaum kannte ich nur dem Namen nach.

Nach dieser Einleitung sollte klar sein: die Autoren Marion und Michael Grandt haben fleißig gearbeitet und nach einer ausführlichen und übersichtlichen Einleitung zum Thema Antibiotika alle möglichen Natursubstanzen und Pflanzen mit antibiotischen Wirkungen von A wie Agave bis Z wie Zwiebel recherchiert. Historie, Inhalts- und Wirkstoffe, Eigenschaften und Anwendung sind jeweils aufgeführt. Ein Register der Krankheiten mit Verweisen auf die jeweils nützlichen Pflanzen rundet das Buch ab. Mir am besten gefallen haben aber die Zubereitungen bzw. Rezepte. Das ist das Wissen, das Selbstversorger brauchen.

Was Selbstversorger allerdings auch benötigen, sind Informationen zum Vorkommen, also wo ich die Pflanze finde, und zum Aussehen der Substanz oder Pflanze, also schlicht Fotos oder Graphiken, sowie die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zu ähnlichen Pflanzen. Natürlich kann man es wie ich machen und im Herbst Kanadische Goldrute sammeln. Im Unterschied zur echten Goldrute sieht sie auch etwas dekorativer aus, allerdings hat sie auch keine der gewünschten Inhaltsstoffe.

Was ich damit verdeutlichen möchte ist, dass dieses Buch nur nutzbar ist, wenn ich ein Bestimmungsbuch daneben lege. Wahrscheinlich hätten ein paar Fotos auch schon die wichtigsten Informationen geliefert. Aber diese Chance wurde für die erste Auflage vertan. Das empfinde ich als ein echtes Manko und es ist mir einfach unverständlich, denn es mindert den Gebrauchswert des Buches zumindest für mich wesentlich. Schade.

Grandt, Marion und Michael: Antibiotika aus der Natur: Sanfte Heilung durch natürliche Medizin
Rottenburg (Kopp) 2009
ISBN 978-3-938516-92-8

Verfasst von: horicon | 19. November 2009

Tipp zum Abnehmen

An manchen Tagen rückt der Wahnsinn dieser Welt ganz dicht an mich heran. Mir ging es dieser Tage so, als ich eine Email bekam, die von einem Entwicklungshilfeprojekt, einer Kaffeeplantage in Uganda berichtet. Nach dem Bericht über Kaffee-Ernte, voraussichtlicher Vanille-Ernte und Krankenhaus-Aufbau, kam der letzte Abschnitt, den ich hier einfüge.

„Durch die in diesem Jahr lang anhaltende Trockenzeit konnte kaum Mais (Grundnahrungsmittel in dieser Gegend Ugandas) und Bohnen geerntet werden. Wir selbst hatten 3 ha Bohnen angebaut; auf 1,5 ha haben wir nichts geerntet auf den restlichen 1,5 ha gerade mal 300 kg – normal wären zwischen 1.800 und 3000 kg. Unsere Nachbarn haben statt 1000 bis 3000 kg Mais gerade mal 150 bis 600 kg geerntet. Bei vielen sind die Vorräte aufgebraucht oder gehen bald zur Neige.

Eine Nachbarin hat doch am Montag 02.11.2009 glatt ihre kleine Tochter verhungern lassen – am Dienstagabend hatte ich dann erfahren, dass auch ihr Sohn vom Hungertod bedroht ist und Sofortmaßnahmen eingeleitet. Gestern haben wir ihn ins Krankenhaus gefahren – leider ist er trotz meiner Bemühungen vor drei Stunden verstorben.

Also die Situation ist sehr kritisch – Uganda kann sich ja normalerweise selbst ernähren, aber dass die lokalen Leute sich dermaßen schämen, ihre Not mitzuteilen, hat mich total schockiert. Ich dachte ich kenne die Leute jetzt ein wenig besser und hatte so etwas nicht erwartet.

Ich habe gestern ein Essens-Komitee gegründet, um möglichst schnell Nahrung zur Verfügung stellen zu können.

Ich schäme mich an dieser Stelle nicht für diese Menschen betteln zu gehen! Im Online-Shop habe ich entsprechende Hilfs-Pakete eingestellt und bitte euch alle – soweit es möglich ist gemeinsam mit mir Herr über die Lage zu werden“

Wer also vor Weihnachten etwas Sinnvolles tun möchte und/oder unter Übergewicht leidet, der kann hier spenden.

Verfasst von: horicon | 17. November 2009

Kongreß der unabhängigen Medien in Berlin

Am Wochenende fand in Berlin der erste Kongreß der unabhängigen Medien statt und – das vorab – es wird sicher nicht der letzte sein. So wie die Abonnentenzahlen der großen Mainstream-Tageszeitungen sinken und die Verweildauer auf den Webseiten der Mainstream-Medien abnimmt, so steigt sie bei den unabhängigen Medien – Blogs, Info-Webseiten und Nachrichtenportalen. Das hat seinen einfachen Grund darin, dass die Diskrepanz zwischen der erlebten Realität und der medial vermittelten Welt immer größer wird. Eine Medien-Parallelwelt hat sich etabliert, in der die Schweinegrippe eine Pandemiegefahr für die Menschheit darstellt, das Grundgesetz am Hindukusch verteidigt wird, die Wirtschaftsweisen Wachstum voraussagen und Politiker Handlungsfähigkeit und Führungstärke simulieren, ernsten Gesichtes Lernfähigkeit darstellen und Optimismus verbreiten.

Im völligen Gegensatz dazu ab es auf diesem Kongress mindestens einen Konsens: wir stehen kurz vor dem Abgrund und morgen sind wir noch einen Schritt weiter oder kurz: die Hütte brennt lichterloh. Manche glauben noch, die Heizung sei gerade angesprungen, aber das könnte ein fataler Irrtum sein.

Als Medium unabhängig zu sein heißt nicht nur, die Nachrichten des Mainstreams zu korrigieren, in die richtigen Zusammenhänge zu stellen und ggf. zu entlarven, es heißt vor allem auch, eigene Themen zu setzen und in die Öffentlichkeit zu bringen. Auf dem Kongress wurde auch aus diesem Grund die neue Nachrichten-Agentur NetNewsExpress vorgestellt und die neue Suchmaschine News-Grep für investigative Nachrichten.

Klar ist aber vor allem auch, dass Informationen zu Handlungen führen sollten. Wir stehen jetzt vor der Aufgabe, schnell, wirklich sehr schnell, Projekte auf die Beine zu stellen und Strukturen zu schaffen, und dabei nicht die alten Fehler zu wiederholen. Auf dem Kongress haben sich verschiedene Initiativen kontaktiert und in Kürze wird davon mehr zu berichten sein.

In diesem Zusammenhang wurde mir in vielen Gesprächen auch deutlich, dass viele der Anwesenden einen spirituellen Hintergrund haben ohne das es nach Außen hin zu bemerken war. Aber Freiheit ist eben auch (und vielleicht sogar vor allem) Freiheit von Ängsten. Medien leben geradezu von unseren Ängsten wie Regierungen mit diesen Ängsten spielen. Wer Angst hat, ist in einer Stresssituation und kann weder klar denken noch klar handeln. Er kann seine Verantwortung nicht übernehmen und wird es auch gar nicht wollen. Freiheit und Würde des einzelnen Menschen werden in einer angstgesättigten Gesellschaft untergraben.

Freeman, der Betreiber des bekannten Alles Schall und Rauch Blogs, konstatierte in seinem kurzen Beitrag denn auch für Deutschland eine Angst die Wahrheit zu sagen. Irgendwie war mir das als Deutscher peinlich, aber er hat wohl leider recht.

Michael Mross von MMNews als ehemaliger Mainstream-Journalist konnte das aus eigener Erfahrung bestätigen und nannte es „Erwartungshaltungsjournalismus“. Irritiere den Leser nie mit Informationen, die sein Weltbild destabilisieren könnten. Dafür braucht es keine Zensurbehörde, die Zensur findet bereits vorab in den Köpfen der Journalisten statt. Wem darüber hinaus schon einmal aufgefallen ist, wie sich die Meldungen in den verschiedenen Zeitungen gleichen, der sollte etwas von der Macht der Nachrichtenagenturen ahnen. Wenn bei Reuters nichts über die Bankinsolvenzen der letzten Woche vermeldet wird, dann ist auch nichts passiert – glaubt man deutschen Medien.

Die Aufklärung, wie Geld funktioniert, ist denn auch für viele Teilnehmer ein zentraler Punkt ihrer Arbeit. Fast alle kannten denn auch Prof. Bernd Senf, der es in einer guten Stunde schaffte, diese Thematik bildlich und klar zu durchleuchten. 85.000 Menschen haben seinen Vortrag im Netz bereits angeklickt und er selbst war wohl etwas erstaunt, wie viele Menschen er auf diese Art und Weise erreichen kann. So viele Vorträge kann er gar nicht halten….

Andy Müller-Maguhn wies in seinem Vortrag noch einmal darauf hin, dass das Internet für eine Zwei-Kanal-Kommunikation ausgelegt ist – also keine Berieselung aus dem TV sondern eine Kommunikation zwischen den Beteiligten. Da werden aus Konsumenten Akteure, aus Zuschauern Mithandelnde. Das hat etwas mit Verantwortung zu tun, mit Selbst-Gestalten(-Wollen). Aber die Planungen, die Daten im Internet zu „priorisieren“ sind schon weit fortgeschritten und auch von der Hardware-Seite her umsetzbar. Natürlich haben dann Rettungssysteme, Verteidigung, Regierung usw. Vorfahrt, dann kommen all jene, die ihre höhere Priorität bezahlen – und dann wir. Ach ja, woher der Server das wissen kann, wie wichtig sie sind, ist eine gute Frage. Soviel zum Thema Datenschutz….

Zum Glück halte ich mich nicht für wichtig genug, um paranoid zu sein. Dennoch: Unabhängigen Medien treten aus dem Schatten ins Licht – sie werden wahrgenommen und die Angriffe werden schärfer. Neuestes Beispiel von Springer-Chef Döpfner: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch. Plattformen für alternative Nachrichten zu schaffen und einen Verband zu gründen, auch um sich rechtlich abzusichern, sind wohl notwendige Schritte in den kommenden Monaten.

Verfasst von: horicon | 27. September 2009

Kommentar zur BTW

Volker Pispers hat schon vor einem Jahr die Bundestagswahl kommentiert und dabei allein Schwarz-Gelb unterschätzt.

Verfasst von: horicon | 24. September 2009

Der Bundesbeauftragte für Wahlzettel-Ungültig-Macher

Dieser Bundestagswahlkampf ist so inhaltsleer wie die Parteien. Überall hängen Plakate mit Gesichtern und Minimalaussagen wie „Wir haben die Kraft“, „Wir sind die Guten“ und „20% auf alles – außer Tiernahrung“ – nein, das war etwas anderes. Es ist irgendwie wie mit den Fluglinien, die ich auch nur an den Farben unterscheiden kann. Für eine politische Parteienlandschaft ist das zu wenig.

Die Fragen, die als Thema in diesem Wahlkampf von den etablierten Parteien aufgerufen werden, klingen für mich wie aus einer anderen Zeit. Jaja, es gab schon ein paar Veränderungen, aber wir müssen so weitermachen wie bisher – nur sicherer und besser und politischer und so… Es fühlt sich an wie am Ende der DDR: alle wissen, dass in er Realität fast nichts mehr stimmt und es so nicht weitergehen kann, inhaltsleeres Geschwafel aus politisch korrekten Worthülsen verstopfen die Medien und wenn sich jemand vorsichtig aus der Deckung wagt und auch nur halbwegs Klartext redet, atmen alle erleichtert auf, überall sind Staatsfeinde (heute Terroristen) und deshalb muss die Überwachung verschärft werden. Das alles basiert natürlich auf der rein wissenschaftlichen Grundlage des Marxismus-Leninismus und kann deshalb gar nicht falsch sein. Die reine Lehre von damals wurde durch wissenschaftliche Experten, professionelle Fachleute und spezialisierte Spezialisten in Gremien und Beraterkommissionen ausgetauscht.  Da kann nichts schief gehen. Ja, wir haben Glück!

Im Grunde ist alles schon okay, die grundsätzliche Richtung in Ordnung und – auch dafür müssen wir Verständnis haben – Politiker haben auch nur einen eingeschränkten Handlungsspielraum. Grundsätzliche Fragen werden gar nicht gestellt, obwohl genau das jetzt wirklich an der Zeit wäre. So zersetzen die Parteien selbst die Demokratie, die sie angeblich immer verteidigen.

Was bleibt?

Nicht wählen wird in der Politik, in der Wissenschaft und den Medien als Desinteresse und Quasi-Zustimmung gewertet.

Eine kleine Partei wählen bedeutet meist, dass die Stimme wegen der 5%-Hürde verloren ist. Die Anzahl dieser kleinen Parteien wächst schneller als das Gesamtpotential Politikerunzufriendener, so dass die Zersplitterung vorprogrammiert ist.

Wenn Sie einen Direktkandidaten auf dem Wahlzettel finden (z.B. Willi-Weise-Projekt), der für etwas anderes steht, geben Sie ihm eine Chance.

Natürlich kann man den Wahlzettel auch ungültig machen, indem man zum Beispiel ein großes Kreuz über alle macht, groß „keiner von denen“ oder „danke, ich behalte meine Stimme diesmal lieber“ draufschreibt und/oder ein Stück abreißt. Das ist eine Demonstration, dass man von seinem demokratischen Wahlrecht Gebrauch macht, aber seine Stimme nicht an Parteien abgeben will, die damit sowieso anstellen, was sie wollen. Diese Wahlzettel müssen als ungültige Stimmen gewertet werden und ich bin gespannt, wie diese Stimmen nach der Wahl in der Öffentlichkeit bewertet werden. Uninteressiertes Subproletariat, Rechte, Fun-Generation und was sich die Experten sonst so einfallen lassen, geht ja wahrscheinlich nicht.

Und da politische Korrektheit in Deutschland schlimmer als die Schweinegrippe wütet und es offenbar dagegen keinen Impfstoff gibt (außer natürlich Selbst-Denken), sollte dann ein parteiloser Bundesbeauftragter für Wahlzettel-Ungültig-Macher berufen werden, der die Rechte dieser Minderheit offensiv-kämpferisch durchsetzt. Hiermit bewerbe ich mich schon mal für diese Position:-)

Wir leben am Ende der Zeit oder doch zumindest in einer besonderen Zeit – so oder ähnlich fühlen es viele Menschen. Aber haben wir dafür wirklich einen Grund oder nehmen wir uns einfach nur zu wichtig? Obwohl wir ja im Grunde nur unsere eigene Lebensspanne wirklich überblicken können, ändert sich doch gerade irgendetwas Grundlegendes (und es wird schneller). Mit einem linearen, rein quantitativ orientierten Zeitverständnis mit gleichen Maßstäben kommen wir nicht weiter, wenn wir das, was gerade geschieht, beschreiben und verstehen wollen. Dennoch tut Wissenschaft genau das und verfehlt deshalb das Phänomen. Wir leben in einer Zeit hoher Ereignisdichte und die Ereignisse sind auch qualitativ anders als noch vor dreißig Jahren. Wir brauchen eine andere Vorstellung von Zeit, wir brauchen eine Zeitvorstellung, die sich an den Maßstäben der Natur, an den Massen des Universums orientiert.

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Nach Newton läuft die Zeit quasi außerhalb des Universums als ein kontinuierlicher Strom immer in eine Richtung – von der Vergangenheit in die Zukunft. Newtons Uhr tickt quasi neben unserem Universum von selbst, unabhängig von den Ereignissen und vom Menschen, vor sich hin. In der vedischen Tradition gibt es dagegen die Vorstellung, dass die Zeitrichtung durch das Einatmen Brahmas in die „normale“ Richtung läuft, atmet er wieder aus, läuft die Zeitrichtung rückwärts. Dem liegt ein rhythmisches und zyklisches Zeitverständnis zugrunde, das Weltalter miteinander zu verbinden vermag. Im Grunde hatten alle Kulturen dieser Welt eine Zeitvorstellung, die sich an den Rhythmen der Natur, den Rhythmen der Jahreszeiten und von Sonne und Mond, orientierte. Die Mayas bilden hier eine bemerkenswerte Ausnahme, denn in ihrem ausgeklügelten Kalendersystem spielen Rhythmen eine Rolle, die sich nur alle paar Tausend Jahre – nicht rein mythologisch, sondern als konkrete Sternkonstellationen – wiederholen. Wie lange muss eine Zivilisation bestehen und welchen Entwicklungsstand müssen Astronomie und Mathematik haben, um einen solchen Kalender selbständig zu entwickeln und ihn zu evaluieren? Die Faszination für den Maya-Kalender hat gute Gründe. Gregg Braden nimmt den Maya-Kalender, um auf dieser Basis eine andere Vorstellung von Zeit zu entwickeln. Die Zeit lässt sich nicht von den Ereignissen lösen, „die Zeit und das, was in ihr geschieht, sind nicht voneinander zu trennen – sie sind Teile derselben Essenz.“ (S. 108) Die Zeit wird fast schon zu einer Art „Stoff“ oder einer „Energie“ innerhalb unseres Raum-Zeit-Kontinuums. Nun, ganz neu ist dieser Gedanke auch in der Wissenschaft nicht, denn der russische Physiker Kosyrev entwickelte diesen Gedanken von anderen Überlegungen ausgehend und mit spannenden Experimenten, bereits im letzten Jahrhundert.

Braden geht jedoch noch einen Schritt weiter und nutzt dabei seine jahrelange Erfahrung als Experte für Mustererkennung: wenn ich nach den grundlegenden Mustern in der Natur Ausschau halte, dann finde ich Fraktale, denen der goldene Schnitt zugrunde liegt. Gilt dieses Muster des Goldenen Schnitts dann auch für die Zeit, die ja nach der ersten Prämisse auch in das Universum gehört?

Braden entwickelt seine Thesen geradezu wissenschaftlich als logischen Schluss und seine Beweisführung sind Berechnungen mit dem „Zeit-Code-Rechner“: Finde den Ausgangspunkt für ein Muster und du kannst berechnen, wann das nächste mal die Rahmenbedingungen gegeben sind, das Muster zu erfüllen. Das gilt für globale Ereignisse wie für persönliche Erlebnisse gleichermaßen – es ist ein berechenbares Ereignismuster. Wenn sie sich jetzt irgendwie angesprochen fühlen, dann sollten sie das Buch kaufen und ihre eigenen Berechnungen vornehmen. Die Idee ist bestechend einfach und klar und (zumindest für mich) evident. Unter www.greggbraden.com können Sie den Rechner schon einmal online testen.

Für Therapeuten und Coaches kann die Arbeit mit dieser Zeitvorstellung einen Sprung in der eigenen Arbeit bedeuten, denn man bekommt zunächst die Denkmöglichkeit, den Ausgangspunkt für destruktive Muster zu erkennen und zu bearbeiten. Kann dieser Ausgangspunkt balanciert werden, richtet sich das ganze System neu aus und wieder ein.

Wer den Ausgangspunkt für das 9/11-Muster findet, wird wahrscheinlich als großer Forscher in die Geschichtsschreibung eingehen, vor allem aber gibt er uns die Möglichkeit, dieses Muster zu ändern. Und vielleicht arbeiten andere ja schon – inituitiv oder ganz gezielt – mit diesem Wissen gegen uns?

Und 2012 – Weltuntergang oder Erleuchtung? Bei Braden tendenziell eher letzteres. Ein aus dem Herzen gelebtes Leben wird direkte Auswirkungen darauf haben, wie wir 2012 erleben. Die Forschungen vom HeartMath-Institut zu diesem Thema werden aber leider eher angerissen als ausgeführt. (deshalb hier der Link: www.glcoherence.org)

Braden hat mit „Fractal Time“ ein smartes Buch geschrieben, stromlinienförmig, immer optimistisch und durchgehend wohltemperiert. Vielleicht muss man so schreiben, wenn man auf der schmalen Grenzlinie zwischen Wissenschaft und neuem Denken/ Esoterik operiert. Vielleicht ist es aber auch eher eine Marketingstrategie oder ein gnadenlos opportunistisches Lektorat. Neue Theorien, besonders wenn sie so basale Vorstellungen wie die Zeit betreffen, werfen geradezu notwendig die eine oder andere unbequeme Frage auf, die sie in diesem Buch tendenziell nicht finden werden. Dennoch sind in diesem Buch auch tiefe Einsichten über das Wesen von Zeit und das Universum in glatten Sätzen versteckt. Diese Diskrepanz hat mich etwas verwirrt zurückgelassen.

Braden, Gregg: Fractal Time Das Geheimnis von 2012 und wie ein neues Zeitalter beginnt

Burgrain (KOHA) 2009

ISBN 978-3-86728-087-7

Preis: 16,95 €

Verfasst von: horicon | 11. September 2009

Nebelbomben zum 11.September

Es ist schon eine Meisterleistung, wie unsere Eliten und die Medien es geschafft haben, unsere Wahrnehmung und unseren gesunden Menschenverstand hinsichtlich des 11.September 2001 zu vernebeln.

Ich habe damals aufgeatmet, dass die Rettungskräfte es geschafft haben die Hochhäuser so schnell und sauber zu sprengen, denn sonst hätte es wahrscheinlich noch mehr Tote gegeben – dachte ich.

Dann habe ich mich gewundert, dass die Luftverteidigung der Vereinigten Staaten offenbar im Tiefschlaf war und erwartet, dass die Verantwortlichen hart zur Rechenschaft gezogen werden. Pustekuchen! (Wenn das die Russen gewusst hätten!)

Auf dem Blog von Matthias Bröckers (bei 2001 und dann auch bei Telepolis) habe ich mich dann belesen, noch immer in der Hoffnung, dass all die Ungereimtheiten schnell aufgeklärt werden. Ich warte bis heute….

Bei Alles Schall und Rauch sind ein paar Hauptargumente gegen die offizielle Darstellung aufgelistet, die beliebig erweiterbar sind.

Mittlerweile kann man im Netz, im Gegensatz zu den „freien und unabhängigen“ Medien, Unmengen Material finden und alles weist zumindest auf eines: so wie es uns noch immer erzählt wird, war es sicher nicht.

Wahrscheinlicher ist die traurige Erkenntnis, dass der Terror selbstgemacht war und ist.

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Verfasst von: horicon | 9. September 2009

Blogger Konferenz in Berlin

Der Kongress der unabhängigen Medien findet vom 14.11.09-15.11.09 in Berlin statt. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Wer sich informieren möchte, findet auf diesen Seiten die Referenten und Teilnehmer. Ich werde berichten.

Verfasst von: horicon | 7. September 2009

Glutamat – um Gottes willen

Glutamat – um Gottes willen! Das nehme ich doch nicht. Dachte ich. Bis vor Kurzem: Die alternativen Bezeichnungen, die sich völlig harmlos anhören sind: „Hefeextrakt“,“Würze“, „Speisewürze“, „Sojawürze“, „gekörnte Brühe“ oder „Aroma“. Mehr zum Thema hier.

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