Verfasst von: horicon | 18. April 2008

„Finanzwirtschaft“ und ihre Auswirkungen auf die „Realwirtschaft“

Die Zeit liegt noch nicht lange zurück,in der die Begeisterung groß war, dass die neue Finanzwelt in der Lage wäre, eine « Finanzwirtschaft » zu erschaffen – tausendfach größer als die globale Realwirtschaft. Ich habe das nie verstanden und immer vermutet, dass ich einfach zu dämlich bin… Das hat sich noch verstärkt, wenn dann zwischen „Finanzwirtschaft“ und „Realwirtschaft“ unterschieden wurde. Wie – was?

Die Zusammenfassung des Informationsbriefes des europäischen Think-Tanks LEAP/Europe 2020, der bisher eine recht gute Treffergenauigkeit für die nächsten 6-9 Monate hatte, wagt sich jetzt mit einer sehr düsteren Prognose an die Öffentlichkeit: Die umfassende weltweite Krise: 2008 bis 2013 – vier große Tendenzen.

Die Vermutung, dass Politik und Bankwelt in den letzten Monaten nur die Öffentlichkeit beruhigen wollen und weder Plan noch Instrumente haben, diese Krise in den Griff zu bekommen, wird in diesem Artikel durch Argumente untermauert. Dass die „Realwirtschaft“ von einer Krise der „Finanzwirtschaft“ nur peripher berührt werden wird und / oder die Schwellenländer plötzlich hauptsächlich für den Eigenbedarf produzieren werden und damit eine weltweite Krise verhindern werden, kann ich nicht glauben. Globalisierung bedeutet eben weltumspannend.

Und wie sehen diese vier Tendenzen aus?

  • Globale Finanzkrise – Sparer und Investoren ertrinken in « Scheinvermögen » in der Höhe von 10.000 Milliarden USD
  • Krise der US-Wertpapiere – November/Dezember 2008 : die US-Zentralbank und ihr Netz an « Primary Dealers » kämpfen um ihr (finanzielles) Überleben
  • Krise der Wechselkurse – Bis 2011/2013 : Nachhaltige Umgestaltung des Weltwährungsgefüges
  • Globale Sozialkrise – Hungeraufstände und 25 Millionen Arbeitslose der Very Great Depression USA

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien