Zeitenwende 2012: Globale Transformation, das Erwachen der Menschheit und der Beginn des Goldenen Zeitalters von Tibor Zelikovics
ISBN-10: 3939570230/ ISBN-13: 978-3939570233
Preis: 22,90 €
2012 verspricht spannend zu werden und wie immer es kommen mag bzw. was auch immer kommt, bis dahin müssen wir alle noch unser Dach über dem Kopf und unser Essen bezahlen. Eine naheliegende und elegante Lösung für diese Zwischenzeit scheint es zu sein, ein Buch über 2012 zu schreiben. Das würde jedenfalls die Flut an Büchern zu diesem Thema erklären, die gerade den Markt überschwemmt.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Autoren beschäftigt sich Zelikovics nicht erst seit ein paar Jahren mit Prophezeiungen zu einem Zeitenwechsel, sondern schon seit Jahrzehnten. Ein Teil des vorliegenden Materials stammt aus den 80-er Jahren und ist aus diesem Grund historisch interessant – aktuell ist es damit natürlich nicht. Das ist aus meiner Sicht das Hauptproblem dieses Buches. Zelikovics ist ein nüchterner, fast wissenschaftlicher Beobachter: welche Prophezeiungen treffen zu, welche nicht. Im Fokus steht dabei die biblische Prophetie, in der er zu Hause ist und die für uns als Abendländer auch unsere Vorstellung geschichtlicher Zeit maßgeblich beeinflusst. Einen spirituellen Dimensionssprung, verbunden mit Glück und Freude für uns, die Guten, und Schrecken und Wehklagen für alle anderen, verspricht er genauso wenig wie den Weltuntergang durch ein kosmisches Meeting mit Nibiru. Damit hat er einfach schlechte Karten, einen neugierigen Leser, der ja meist schon mit etwas Vorbildung zu einem Buch dieses Themas greift, mitzureißen und zu überzeugen. Schwerfällig werden längst bekannte Themen aufgemacht, zaghaft und vorsichtig analysiert – und wieder beiseite gelegt. Ein Gesamtbild wollte sich bei mir einfach nicht ergeben. Verbindungen zu aktuellen Meldungen, zu Channelmedien, zu Insidern – Fehlanzeige. Zelikovics bezieht sich ganz klassisch auf die Bibel, auf Nostradamus, Edgar Cayes und natürlich den Maya-Kalender. Auch wo sich neue Einblicke ergeben, bei Jeane Dixon und über das Wirken des Antichrist zum Beispiel, hat sich bei mir kein tieferes Verständnis eingestellt. Mich hat das Buch summa summarum nicht überzeugen können. Der Autor hat wahrscheinlich Pionierarbeit geleistet, weil er einen abseitigen Fachbereich für die Öffentlichkeit durch seriöse Arbeit erschließen wollte, und irgendwann wurde er durch die Ereignisse überrollt.
Mir wurde dieses Buch von einer guten Bekannten wärmstens empfohlen, für die es geradezu ein Schlüssel war. Auf der Webseite des Autors sind viele Themen des Buches vorgestellt und der Leser der Rezension mag sich dort selbst einen Eindruck verschaffen.