In den Wissenschaftsnachrichten konnte man letztens lesen: „Antibiotika können Darmflora mehrere Monate lang stören. Medikamente wirken sich länger auf Bakterien aus als bisher angenommen.“ Obwohl diese Information für viele naturheilkundlich interessierte Menschen sicher keine Neuigkeit war, ist der Artikel dennoch interessant. Warum? Antibiotika richten sich, wie der Name es treffend ausdrückt, gegen das Leben und damit auch gegen die Darmflora. Allerdings überlebt dennoch ein (überraschend) großer Teil des Lebens im Darm eine Antibiotika-Kur. Das Problem entsteht, weil sich einige Kulturen auch nach Monaten nicht wieder gesund entwickeln. Die Disbalance im Darm nach der Einnahme von Antibiotika reguliert sich nicht in kurzer Zeit wieder von selbst (wie es mein Arzt mir erzählt). Nicht so problematisch? Das Ende des Artikels sollte auch den Skeptiker aufmerken lassen: „Denn der menschliche Darm, in dem sich die größte bekannte Dichte von Bakterien findet, spielt eine wichtige Rolle bei der Ernährung, der Beseitigung von Krankheitserregern und der Steuerung des Immunsystems.“ (Hervorhebungen von mir)
Die Frage, ob Disbalancen im Darm auch einen Einfluß auf das „zweite Gehirn“ , das bekannte „Bauchgefühl“ haben, ist noch gar nicht in den Fokus des Fragens gerückt, denn die Neurogastroenterologie ist noch ein junges Forschungsgebiet.
Ich habe leider die Sendung verpasst. Vielen dank für deine Zusammenfassung. In letzter Zeit muss ich immer wieder Antibiotika einnehmen und es ist traurig wie wenig die Ärzte über die Auswirkung der Medikamente zu wissen scheinen.
Von: gruenekelle am 6. Juli 2009
um 16:51
Ein sehr interessanter Artikel. Sollten Sie noch weitere Informationen haben – wurde ich mich freuen
Von: Nachrichten am 8. Juli 2009
um 10:39