Verfasst von: horicon | 14. Dezember 2015

Kopfschmerzen 2

Seit nunmehr über 15 Jahren leide ich an einer starken MSM-Allergie, so dass ich seitdem auf alternative Nachrichten im Internet ausweichen muss. Und jedes mal, wenn ich mit anderen, “normalen” Menschen zusammen sitze, bin ich erstaunt, wie gut Gehirnwäsche funktioniert.

Hier eine ganz ausgezeichnete Zusammenstellung der “Unkorrektheiten” unserer Medien, die ich nur jedem empfehlen kann. Mich erinnert das ganz stark an eine klassische Konditionierung.

Fast vom Stuhl gerissen hat mich dieser “Offene Brief” einiger deutscher Akademiker, der dann hier auf Science Files sehr sauber auseinandergenommen (und in den Müll geworfen) wird. Fazit: “Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!”

Und hier noch ein interessanter Artikel über ‘Nichtmenschen’ – Leute, deren Ansichten nicht zählen für die westlichen Demokraten.

Ein journalistische Kostbarkeit, die aus dem Verhörprotokoll Gallileos durch die Inquisition  sein könnte, findet sich in diesem Interview des Stern mit Xavier Naidoo: “Leugnen Sie den 11. September?” oder “Eine Verschwörungstheorie. Deren Anhänger behaupten, Deutschland sei immer noch besetzt und habe weder Friedensvertrag noch Verfassung.” (zum Art. 146 GG bitte hier entlang). Und ganz großartig wird es, wenn die Journalisten am Ende fragen: “Warum machen Sie sich nicht einfach ein schönes Leben, lesen in der Bibel, produzieren neue Songs und genießen Ihren Ruhm und Reichtum?” Ich übersetze mal kurz: “Warum zum Teufel hältst Du nicht einfach die Fresse und singst einfach nur?” Naidoos Antwort fand ich sympathisch: “Weil mir Deutschland einfach superwichtig ist. Und weil ich ein überzeugter Christ bin, der gegen Ungerechtigkeiten angeht.”

 

Verfasst von: horicon | 14. November 2015

Kopfschmerzen

Seit Wochen kommen Mengen an Menschen aus fernen Ländern und fremden Kulturen nach Deutschland und mir fehlt einfach eine sachliche politische Analyse. “Meinungsstärke” ersetzt Ursachenforschung, politische Lösungen werden mit Moralismus abgeblockt, die Sprache im öffentlichen Diskurs hat jeden Halt verloren. Deutschland mag sich derzeit als moralischer Klasserbester fühlen, das intellektuelle, politische, journalistische und Diskussionsniveau befinden sich auf dem tiefsten Stand seit ich denken kann – also fast ein halbes Jahrhundert. Es ist peinlich und zugleich erschreckend.

Als in Ostdeutschland sozialisierter Mensch habe ich ein sehr sensibles Warnsystem entwickelt, wenn mich irgend jemand zu manipulieren versucht. Das beginnt bei den Begriffen und (sprachlichen) Bildern, die verwendet werden – sind das nun Migranten oder Flüchtlinge? Und “die Flüchtlingskinder” vs. “Flüchtingstsunami”.
Das geht weiter mit der geradezu abenteuerlichen Auslegung des Grundgesetzes durch die Regierung, von den europäischen Verträgen reden wir besser nicht. Ich empfehle die Lektüre des GG, denn das ist bei allen mögliche Kritikpunkten gar nicht so schlecht.
Politik und (noch) Leitmedien üben sich in betreutem Denken, damit man nur keine Fragen stellt und nicht mal mehr differenzieren darf – sonst Nazi, Neu-Rechter, VT-ler. Hintergründe – nein Danke. Und der Leser darf auch nicht mit Quellen belästigt werden. Pegida ist ein schönes Beispiel – alle reden darüber, keiner kennt die Thesen im Wortlaut. (Habe die Thesen eben im Netz gesucht und festgestellt, dass es sie eigentlich nur mit Kommentaren gibt – soviel zu “betreutem Denken”) Frau Fenstling spricht am 9.11. und alle heulen reflexartig laut auf. Wenn Helmut Schmidt sich zum Thema deutsches Selbstbewusstsein geäußert hat, dann ist alles gut.

Seit der Kanzlerin ist ja eigentlich alles irgendwie “alternativlos”. Wozu eigentlich noch Politik?
Noch hat die Kanzlerin die Rückendeckung der Medien, also von Liz Mohn und Friede Springer, aber der ehemalige BILD-Chef und Kohl-Berater Hans-Hermann Tiedje schreibt in der NZZ schon von einer Merkeldämmerung. Die Sicherheitskräfte in Deutschland lassen interne Papiere an die Presse durchsickern und sprechen nur noch anonym über ihre Erfahrungen, weil sie sonst dienstrechtliche Konsequenzen befürchten. Überhaupt habe ich seit Beginn der Einwanderungsbewegung nach Deutschland mehrere glaubwürdige Augenzeugenberichte gelesen, die aus Angst vor “Konsequenzen” um Anonymität gebeten haben. Es ist ein Klima der Angst geschaffen worden, das ich in dieser Form in der DDR nicht erlebt habe. Ja, das hat etwas mit Dialektik zu tun: überlege gut, wen Du zu Deinem Feind erklärst, Du könntest werden wie er.

Im Hintergrund brodeln alle anderen Probleme weiter, v.a. Griechenland, die maroden Finanzen der EU-Staaten und die damit verbundene Haftung (alles “alternativlos”) und die Vorbereitungen auf einen militärischen Konflikt mit Russland.

Aber wenigstens ist das Wetter noch schön.

 

Verfasst von: horicon | 6. November 2015

Film über Quanten-Kommunikation

Wieder mal ein interessanter Film (in 2 Teilen) in der Machart von Bleep!

Bei aller Euphorie und für mich inspirierenden Informationen sollte man trotzdem – wie immer – eine gesunde Skepsis behalten.

Verfasst von: horicon | 25. Oktober 2015

Vor ein paar Tagen war ich mit dem Fahrrad unterwegs und kam auf einem Einzelgehöft im irgendwo mit einem älteren Bauern ins Gespräch. Es ging um den normal gewordenen täglichen Wahnsinn und um deutschen Umweltschutz.  Er hatte einen guten Rat: Wenn ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr herauskomme, nehme ich mir meinen Globus, lege einen Finger auf Deutschland und betrachte dann den großen “Rest der Welt”.

Guter Tipp! “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen” findet ja täglich neue Ausdrucksformen.

Verfasst von: horicon | 25. Oktober 2015

Obama und Putin vor der Generalversammlung der UNO

Da in der deutschen Presse gerne über die Auftritte berichtet wurde, hier die beiden Reden im Volltext in deutscher Übersetzung:

Obama – Übersetzung der US-amerikanischen Botschaft

Putin – Übersetzung von Free21

So, jetzt kann sich jeder selbst eine Meinung bilden.

 

Verfasst von: horicon | 25. Oktober 2015

US-amerikanischer Außenpolitik in einfachen Worten

falls es jemand verpasst hat, hier Video von STRATFOR-Gründer zu US-amerikanischer Außenpolitik – noch Fragen?

Bücher über Bitcoin waren bisher schmal und meist verwirrend, Bücher von Technikfreaks für Technikfreaks. Das ist nicht sehr überraschend, weil diese Technologie bis vor etwa 1,5 Jahren auch fast ausschließlich von diesen Leuten dominiert wurde. Das ändert sich seitdem rasant und auch wenn Bitcoin als Währung und als Technologie noch nicht im Hauptstrom angekommen sind und niemand sicher sagen kann, ob sie sich durchsetzen werden, sie haben das Potential unsere Gesellschaft sehr stark und je nach Sichtweise sogar radikal zu verändern.

Casey und Vigna sind Wirtschaftsjournalisten, die regelmäßig für die Financial Times, die Washington Post, für das Wall Street Journal und CNN und BBC arbeiten. Mehr an klassischer Ökonomie geht fast nicht mehr: „Wir waren beiden Skeptiker, als wir von Bitcoin hörten. Geld, das nicht vom Staat garantiert wird? Verrückt!“ Aber sie sind neugierig und beiden steckt noch der Crash von 2008 in den (Schädel-)knochen. Sehr nachvollziehbar beschreiben sie die Phasen der Akzeptanz von Geringschätzung über Skepsis, Neugier bis hin zum Moment „wo der Groschen fällt“, wo sie „plötzlich eine Vorstellung von einer ganz neuen Art, Dinge zu tun“ haben bis hin zur Akzeptanz. Das Buch ist eine Entdeckungsreise in die Welt der Krytowährungen und der Technologie dahinter und sie versuchen, die vielen Puzzelteile zusammenzusetzen. Das ist ihnen nicht nur gelungen, sie haben es in einer Sprache geschrieben, die jeder verstehen kann. Aus meiner Sicht ist es derzeit das Standardwerk, einfach guter Journalismus.

Als Einstieg wählen sie die Geschichte unseres Währungssystems, die mir die gewachsene Verflechtung von Staat und Banken klar gemacht hat. Sie gehen dann zur Entstehungsgeschichte des Bitcoins über und wie die Gemeinschaft in den ersten Jahren wächst. Wichtige Akteure, mit Ausnahme von Satoshi Nakamoto, dem Begründer des Bitcoin, haben sie direkt befragt, so dass man ein atmosphärisches Bild aus dieser Zeit bekommt. Sie erläutern die Nachteile des „normalen“ Zahlungsverkehrs per Kreditkarte und wie Bitcoin diese Probleme lösen, d.h. das gesamte Prozedere vereinfachen kann. Aber natürlich ist auch Bitcoin nicht die Lösung für alles, denn v.a. fehlt ihm noch das Vertrauen der Menschen als stabile Währung, die unabhängig von einer Regierung funktioniert. Dazu erläutern sie dann die Blockkette, die Technologie hinter allen Kryptowährungen. Diese „block chain“ ist im Grunde eine revolutionäre „Sozialtechnologie“, eine Art digitales, öffentliches Grundbuch, die viele der heutigen „Vertrauenspersonen“ – Banken, Versicherungen, Anwälte, Notare – überflüssig machen könnte. Und nicht nur diese, auch Teile des Regierungsapparates könnten schlicht verzichtbar werden. Sie erläutern, wie diese Blockkette durch das „Schürfen“ („Mining“) öffentlich digital verwaltet wird und gehen dann in den folgenden Kapiteln auf zwei sehr unterschiedliche Aspekte ein. Zum einen beschäftigen sie sich mit den Innovatoren, die das wirtschaftliche Potenzial erkannt haben und mit dieser Technologie reich werden wollen. Zum anderen sehen sie die 2,5 Milliarden Menschen, die kein Bankkonto haben und für Geldtransfers meist 20%, aber gerne auch mal 30% des Überweisungsbetrages abführen müssen. Die Armen in Afrika und Asien, die für Banken wegen ihres geringen Einkommens uninteressant sind, müssen andere Wege finden, um ihr Geld an ihre Familie zu senden und es gibt hier schon seit einigen Jahren spannende Ideen wie M-Pesa, die in einigen Ländern Afrikas Millionen Nutzer haben.

Aber wie sieht die Zukunft des Bitcoin und der Bitcoin-Technologie, der Blockkette, aus, wo liegen die Konfliktlinien? Werden wir weiter in Richtung einer noch stärkeren Zentralisierung in Richtung eines Bankenstaates steuern oder werden sich die libertären Kräfte durchsetzen, die für eine Dezentralisierung eintreten? Die beiden Autoren diskutieren verschiedene Szenarien, wie es weitergehen könnte, wenn alles so weiterläuft wie bisher. Wird sich der Bitcoin als Währung durchsetzen, wird es eine Konkurrenz verschiedener Kryptowährungen geben, wird die Technologie der Blockkette die Basis des Finanzsystems oder werden die Regierungen einfach eigene, zentralisierte, digitale Währungen ausgeben. Beide Autoren kommen aus der klassischen Ökonomie, die permanentes Wachstum im Fokus hat und das hat mir interessante Einblicke verschafft. Zugleich macht es sie aber für radikale Alternativen blind und sie diskutieren weitgehend evolutionäre Prozesse der Anpassung.

Der Punkt ist aber, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht so weitergehen wird wie bisher. Als Journalisten, die für die Presse-Flaggschiffe des westliche Finanzsystems arbeiten, berufen sie sich gerne auf „Experten“, die eine weitere Krise für unvermeidlich halten. Das weiß aber im Grunde jeder, der seine Augen offen hält. Ein Crash könnte der Durchbruch für den Bitcoin, zumindest aber für die Technologie dahinter werden. Satoshi Nakamoto schickte sein mittlerweile berühmtes White Paper zum Bitcoin am 31.10.2008 in die Welt, im April 2011 kam seine letzte Email und seitdem schweigt er und niemand weiß, wer er ist. Es gibt klare Hinweise darauf, dass sein Bitcoin-Entwurf eine direkte Reaktion auf die Finanzkrise 2008 war. Einmal ist ihm ein Geniestreich gelungen, vielleicht gelingt ihm ein zweiter, wenn er in der nächsten Krise seine eigene Million Bitcoins (von den insgesamt 14,16 Mio. Bitcoins – Stand Mai 2015) klug einsetzt.

Casey, Michael / Vigna, Paul: Cryptocurrency: Wie virtuelles Geld unsere Gesellschaft verändert

Berlin (ECON) 2015

ISBN 978-3-430-20189-6

395 Seiten

19,90€

1 mai

„Es werden Bronzeplastiken der US-Whistleblower Chelsea Manning und Edward Snowden sowie von Wikileaks-Gründer Julian Assange auf jeweils einen Stuhl gestellt.

Alle drei wurden während der vergangenen Jahre aufgrund ihrer Enthüllungen verfolgt und bedroht. Besucher und Passanten sind eingeladen, auf einen vierten, leeren Stuhl zu steigen und ihre Gedanken und Meinungen öffentlich zu äußern.

Dadurch können sie den zum Schweigen Gebrachten eine Stimme verleihen und ein aktives Zeichen für Meinungs- und Pressefreiheit setzen..“

Verfasst von: horicon | 18. März 2015

Geschichtszyklen und Sonnenaktivität

Seit einigen Monaten lese ich besonders interessiert die Beiträge von Martin Armstrong zu historischen und wirtschaftlichen Problemen auf den Seiten von Propagandafront. Armstrong geht von wirtschaftlichen Zyklen aus und hat dazu eine enorme Datenbank angelegt, in die selbst Zahlen aus dem Römischen Reich und noch weiter zurück aufgenommen wurden. Aktuell arbeitet er an einer Künstlichen Intelligenz SOCRATES, die alle Märkte überwacht und mit aktuellen Meldungen so kombiniert, dass daraus Kauf- oder Verkaufsoptionen generiert werden können. Damit hat er einen historischen Blick auf aktuelle Ereignisse und eine andere Perspektive auf Ökonomie und Finanzmärkte, die kombiniert mit einem klaren, manchmal fast schon schroffen Stil seine Artikel sehr lesenswert machen.

Wer von Zyklen ausgeht, muss sich fragen (lassen), was diese Zyklen sind, was sie verursacht. Bevor ich meine Email an ihn losschicken konnte, um ihn direkt zu fragen, hat er heute in seinem Blog seine neueste Erkenntnis dazu publik gemacht, und die ist zwar kurz, aber sehr lesenswert

“Low and behold, the 300 year cycle matched up with the rise and fall of empires, nations, and city states. Suddenly, the 309.6 year cycle of the ECM made sense.”

Der Energieausstoß der Sonne, die Sonnenflecken-Aktivität, ist verantwortlich für unsere Geschichte. Schon vor 30 Jahren war ein Kollege meines Vaters, ein Archäologe, auf diesen Zusammenhang gestoßen, aber damals wollte das nun wirklich niemand hören. Und das Buch von Lawrence Joseph zu diesem Thema hatte ich ja schon vor einiger Zeit besprochen. Langsam wird es wohl wirklich Zeit für eine “kopernikanische Wende” in unserem Denken.

Seine Eingebung hatte Herr Armstrong übrigens in der Nacht, in der einer der stärksten geomagnetischen Stürme (kp-Index 8; G5) in diesem Sonnenzyklus auf der Erde in Gang war und für wunderschöne Polarlichter bis in den Süden Deutschlands sorgte.

Seine Prognosen haben also eine etwas längere Perspektive, die er hier und hier erläutert:

Wir befinden uns jetzt also in einer Welle, wo der Staat sehr hart darum kämpfen wird, die Kontrolle zu behalten, da dies der vorherrschende Charakter der 309,6 Jahre dieser Welle ist. Auf der fraktalen Unterebene dieser großen Welle befinden wir uns gegenwärtig aber in einer Privaten Welle mit einer Länge von 51,6 Jahren. Und das heißt, dass die Menschen zurückschlagen, da sie in zunehmenden Maße Vertrauen in den Staat verlieren. Diese beiden Kräfte befinden sich aktuell im Krieg miteinander. Umso schlimmer die Lage wird, desto autoritärer wird der Staat agieren. Jede dieser 8,6-Jahreswellen verändert überdies das Kräftespiel zwischen den privaten und staatlichen Akteuren.

Das ist auch der Grund, warum ich davor warne, dass es langsam an der Zeit ist, die Amplitude zu reduzieren und aufzuwachen. Wir haben das kurz im Zeitalter der Aufklärung erreicht. Der Staat schlug dann jedoch zurück und riss die Kontrolle wieder an sich. Wir ersetzten die Monarchie mit Ministern – ansonsten hat sich nichts geändert.

Nachtrag Mai 2015: Demnächst kommt ein Film über Martin Armstrong in die Kinos.

Verfasst von: horicon | 11. Februar 2015

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